Sandra Rehschuh

Das Brennen der Dämmerung

Schauplatz „Frauenkirche“

frauenkirche

»So, so. Dresden also. Der Ort, wo alles beginnt.« Sein Finger tippte grobmotorisch auf einen rot eingezeichneten Punkt – die Frauenkirche. »Und der Ort, an dem alles endet.«

DAS BRENNEN DER DÄMMERUNG
(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Münzgasse“

muenzgasse

Ohne weiter nachzudenken, wählte sie die Richtung zum Neumarkt, die Münzgasse hinauf. Sie vertraute auf ihre Eingebung.
Noch bevor das Opfer die Lippen zu einem neuerlichen Laut des Schreckens öffnen konnte, war sie dort und packte den Angreifer im Nacken.

DAS BRENNEN DER DÄMMERUNG
(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Elbe“

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»Ich kann nicht verstehen, warum er uns von seinen Taten wissen lässt. Normalerweise finden wir die Opfer – wenn überhaupt – irgendwo versteckt. In Wäldern oder mit Steinen beschwert am Grund der Elbe.«

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Eliasfriedhof“

friedhof

Der Eliasfriedhof war eine Pforte. Eine Tür in die Sphäre der Legenden. Stets offen stehend, aber unerkannt von Menschen, die diesem Reich ihren Glauben verwehrten.

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Fürstenzug“

fuerstenzug

Liebevoll fuhr Franziska die Fugen der Sandsteinmauer nach, auf der, in für sie unerreichbarer Höhe, der Fürstenzug thronte. Verirrte Lichtstrahlen spiegelten sich auf den bemalten Kacheln aus Meißener Porzellan.

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz

„Miranels Haus“

haus

»Nicht mal als Untoter würde ich mich in diesem Rattennest einquartieren.«

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Lingnerschloss“

schloesser

Als sie glaubte, die Spucke würde ihr demnächst im Halse gefrieren, tauchten Umrisse eines Gebäudes hinter dem milchigen Schleier auf. Es war das Lingnerschloss, musste es sein, denn weiter würde sie nicht gehen. »Oh Schöne, das wird dich mindestens eine Woche Sonderurlaub kosten, wenn der Spuk vorbei ist.« Als sie glaubte, die Spucke würde ihr demnächst im Halse gefrieren, tauchten Umrisse eines Gebäudes hinter dem milchigen Schleier auf. Es war das Lingnerschloss, musste es sein, denn weiter würde sie nicht gehen. »Oh Schöne, das wird dich mindestens eine Woche Sonderurlaub kosten, wenn der Spuk vorbei ist.«

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Terrassenufer“

terrassenufer

Das in kaltes Licht getauchte Terrassenufer spiegelte sich samt seiner historischen Bauten in der trägen Schwärze des Flusses. Minutenlang genoss Miranel den Anblick, bevor er sich der sichel-förmig angelegten Mauer in seinem Rücken zuwandte. Am Fuße des Gemäuers suchte er Schutz vor dem eisigen Wind, der hier am Wasser an Kraft gewann.

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(c) Sandra Rehschuh


Schauplatz „Delphinbrunnen“

delphinbrunnen

Dort ließ sie sich auf den Rand des Delphinbrunnens nieder, hörte dem Plätschern des Wassers zu und schloss die Augen. Der Stein unter ihr war noch warm vom Tag und schenkte das Gefühl von Geborgenheit. Bis jetzt war es ein ruhiger Abend und inständig hoffte sie, dass es so bleiben würde.

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(c) Sandra Rehschuh